Stellungnahme zum ablehnenden Entscheid der Bildungsdirektion des Kanton Zürich

27. Mai 2014 – Medienmitteilung

Mit grossem Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass die Bildungsdirektion bzw. das Volksschulamt für die Eröffnung des Islamischen Kindergartens „Al Huda“ kein grünes Licht gegeben hat.

Auch den Schweizer Muslimen in unserem Land sollte das Recht zustehen, private Kindergärten und Schulen zu betreiben, genauso wie es die anderen Religionsgemeinschaften schon seit Jahren praktizieren dürfen.

Der Islam bildet eine grosse Religionsgemeinschaft in der Schweiz. Wir fühlen uns sehr betroffen, dass wir von der Bildungsdirektion keine Möglichkeit erhalten, einen privaten Kindergarten im Kanton Zürich zu eröffnen.

Nochmals sei hervorzuheben, dass Kindergärten und Schulen religiöser oder philosophischer Natur im Kanton Zürich bereits existieren. Mit dem vorliegenden ablehnenden Entscheid sehen wir die Rechtsgleichheit unter den Religionen in der Schweiz verletzt.

Wir möchten klarstellen, dass unser Verein „Al Huda“ eine lokale, eigenständige und unabhängige Vereinigung ist, welche es sich zum Ziel gesetzt hat, einen islamischen Kindergarten zu betreiben. Dies heisst aber nicht, dass wir trotz religiöser Ausrichtung nicht Teil unserer weltoffenen und toleranten Gesellschaft sind.

Diesen negativen Entscheid werden wir juristisch überprüfen lassen und allenfalls den Rechtsmittelweg bestreiten.

Vorstand
Verein „Al Huda“