Die Sprache und die Wichtigkeit des Wissens im Islam

Diese beiden Begriffe beschäftigen die Muslime in der Schweiz tagtäglich. Deshalb wollen wir diese zwei Punkte aufgreifen, in unserem Kindergarten-projekt vereinen und die Kinder darin bestmöglich stärken.

Der Schlüssel zu konstruktiver Kommunikation und gelungener Integration ist die Sprache. Nur wenn Kinder die schweizerdeutsche Sprache beherrschen, können sie in ihrer Umwelt frei agieren. Kinder erlernen eine Sprache am besten, wenn sie unmittelbar mit ihren Erlebnissen und ihrem Lebensalltag verbunden ist. Da die Muslime in der Schweiz die unterschiedlichsten Sprachen sprechen, sind für unser Projekt Schweizerdeutsch und Arabisch zentral.

Je pluraler eine Gesellschaft ist, umso mehr gilt, dass junge Menschen auch Orientierungshilfe brauchen. Deshalb kommt der Werteerziehung in- und außerhalb der öffentlichen Bildungseinrichtungen eine wichtige Bedeutung zu. Kinder brauchen Raum, um Werte und Grundhaltungen erfahren und umsetzen zu können, sowie für die spielerische Einübung von sozialem Lernen und ganzheitlichen Erfahrungen. Diesen Raum wollen wir bieten.

So sollen neben Allgemeinwissen (Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz) und religiösem Wissen, auch islamische Werte wie Toleranz, Respekt, Verantwortung für das eigene Handeln, Mitgefühl, Ehrlichkeit u. a. in unserem Kindergarten vermittelt werden.

Wir sind darin bestrebt, die Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten, zu stärken und ihnen individuell Hilfestellung zu geben, damit sie später ihren Platz und ihre Verantwortung in der Schweizer Gesellschaft wahrnehmen können.

Die Kinder sollen nebst der schweizerdeutschen Sprache auch die arabische Sprache kennenlernen können, welche von Bedeutung ist, um islamisches Wissen zu vertiefen. Uns ist es ein besonderes Anliegen, den Kindern die islamische Lebensform im Alltag weiterzugeben. Das religiöse Wissen, welches die Kinder schon im Kleinkind- oder Kindergartenalter spielerisch erwerben können, bildet die Basis für alles, was sie später lernen und erleben werden.

Ebenso soll der Kontakt mit Andersgläubigen gepflegt werden, um Toleranz und Offenheit gegenüber allen Menschen zu schulen. Dies soll in Form von Projekten in unserem Kindergarten oder Besuchen etc. in anderen Kindergärten oder Schulen möglich werden.

Da es in der Schweiz noch keinen islamischen Kindergarten gibt, liegt uns der Kindergarten „al Huda“ und die damit verbundenen Aufgaben und Verantwortungen sehr am Herzen.